Trient – Schwerer Zwischenfall in der Haftanstalt Spini di Gardolo bei Trient: Bei einer regulären Zellenkontrolle am Samstag wurden vier Beamte der Gefängnispolizei von einem Insassen attackiert und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wie die Onlineausgabe der Tageszeitung „L'Adige“ berichtet, erlitt einer der Beamten dabei erhebliche Verletzungen, für die eine Heilungsdauer von rund 30 Tagen veranschlagt wurde. Bei den drei weiteren Kollegen dauern die medizinischen Untersuchungen noch an.

Auslöser der Attacke war eine Entdeckung während der Durchsuchung: Die Beamten stießen auf eine selbst hergestellte alkoholische Flüssigkeit und wollten diese beschlagnahmen. Daraufhin reagierte der Häftling umgehend gewaltsam und griff die Wärter an.

Der Vorfall rückt die schwierige Lage in der Strafanstalt erneut in den Fokus. Die Gefängnisgewerkschaft SiNAPPe beklagt akuten Personalmangel, eine anhaltend hohe Überstundenbelastung sowie einen derzeit unbesetzten Posten in der Abteilungsleitung. Angesichts der zunehmenden Risiken fordert die Gewerkschaft vom Justizministerium rasche Maßnahmen für mehr Schutz – darunter unter anderem die Ausstattung des Personals mit Tasern und Pfefferspray.